Mein Motto für 2024: Achtsame Entschleunigung

Mit dem Start in das neue Jahr habe ich mir ein Motto gesetzt, das mich durch das Jahr begleiten soll: „achtsame Entschleunigung“. Der Alltag verleitet einen immer wieder dazu, in Hektik zu verfallen, und gefühlt vergeht die Zeit immer schneller. So hoffe ich, dass mir mein Jahresmotto dabei helfen wird, es immer wieder langsamer anzugehen und viel mehr im Hier und Jetzt zu sein.

Wie bin ich auf mein Jahresmotto „achtsame Entschleunigung“ gekommen?

Im vergangenen Jahr hat mich erstmals ein Jahreswort begleitet: „geerdet sein“. Da ich mich zu Jahresbeginn mit diesem Wort auseinandergesetzt und dazu einen Blogartikel geschrieben habe, war das Wort über das Jahr hinweg immer wieder präsent. Vorsätze vergesse ich meist nach ein paar Tagen wieder. Aber dieses Wort hat mich durch 2023 begleitet. Das wünsche ich mir dieses Jahr mit der „achtsamen Entschleunigung“ ebenfalls.

Mit meinen vielen Interessen lande ich immer wieder einmal in einem selbstgebauten Hamsterrad. Dieses und jenes möchte ich tun, und dann entdecke ich online schon wieder eine neue Idee. Vor allem beim Zeichnen und Malen gibt es so viele tolle Tutorials, die ich gerne umsetzen möchte. Aber auch das Angebot an Online-Kursen ist sehr verführerisch für mich. Der Algorithmus auf Instagram ist dabei nicht sehr hilfreich. Dauernd sehe ich, was es da draußen im World Wide Web gibt, und in meinem Kopf schwirren sofort die Wörter „Haben wollen!“ herum.

Apropos Instagram. Das ist auch ein Grund für mein Jahresthema. Ich mag Insta, aber es frisst regelrecht meine Zeit auf. Das möchte ich dieses Jahr ändern.

Was ist mit „achtsamer Entschleunigung“ gemeint?

Achtsamkeit, ein Begriff aus der buddhistischen Tradition, bedeutet, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein, bewusst und ohne Wertung. Es geht darum, die Gedanken weiterziehen zu lassen und sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Indem man achtsam lebt, kann man die kleinen Freuden des Lebens besser wahrnehmen, Stress reduzieren und sein emotionales Wohlbefinden steigern.

Entschleunigung ist die bewusste Verlangsamung des Lebensrhythmus. Es bedeutet, sich von der ständigen Jagd nach der nächsten Aufgabe zu lösen und die Geschwindigkeit des Alltags zu reduzieren. Indem man bewusst langsamer geht, schafft man Raum für Selbstreflexion, kreative Impulse und eine tiefe Verbindung zu seinem inneren Selbst.

Wie möchte ich Achtsamkeit und Entschleunigung in meinem Alltag integrieren?

  • Pausen machen: Über den Tag hinweg kleine Pausen einplanen. Diese Pausen möchte ich für die nachfolgenden Punkte nutzen. Dabei dürfen es auch Pausen sein, in denen ich nichts tue. Das hat schon Astrid Lindgren empfohlen.
  • Bewegung: Mit meiner Hündin Wendy bin ich täglich unterwegs. Diese Spaziergänge möchte ich weiterhin genießen und dabei meine Umgebung bewusst wahrnehmen.
  • Konsum: Was brauche ich wirklich? Auch dieses Thema möchte ich achtsamer angehen. Ich möchte meine Wohnung durchstreifen und schauen, von was ich mich trennen will. Beim Einkaufen möchte ich darauf achten, dass ich weniger Dinge kaufe, die ich in Wahrheit gar nicht brauche. Das betrifft auch die Online-Kurse.
  • Lesen: Vor dem Jahr 2020 habe ich sehr viel gelesen. Während der Lockdowns habe ich das Zeichnen und Malen für mich entdeckt. Dieses Jahr möchte ich wieder mehr lesen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich pro Quartal mindestens fünf Bücher lese. Als Themenschwerpunkt möchte ich mein Jahresmotto nehmen. Dabei sind auch andere Bücher herzlich willkommen.
  • Malen und Zeichnen: Meine kreativen Auszeiten dürfen mich weiterhin begleiten, weil sie mir einfach guttun. Aber auch in diesem Bereich möchte ich mich in der achtsamen Entschleunigung üben. Ich möchte mehr in mich hineinfühlen, was gerade dran ist (Methode, Material, Thema). Wie bereits oben erwähnt, möchte ich die Online-Kurse achtsamer auswählen. Ich sage nur: Weniger ist mehr.
  • Schreiben: Zurzeit schreibe ich total gerne. Das möchte ich in diesem Jahr weiterführen, aber auch mit dem Blick auf eine achtsame Entschleunigung. Es soll nicht um die Quantität gehen, sondern um das, was gerade aus mir herauswill.
  • Meditation: Achtsame Entschleunigung ohne Meditation, geht das? Ich vermute nicht. Mit festen Ritualen tue ich mich etwas schwer. Aber hier möchte ich offen sein und mich ausprobieren. Welche Meditationsarten passen für mich? Wann, wo und wie möchte ich sie durchführen? Es soll auf keinen Fall ein Muss sein.

Dezember 2024: Hat das Jahresmotto „achtsame Entschleunigung“ etwas mit mir gemacht?

Was habe ich davon, wenn ich mein Jahresmotto in mein Leben integriere? Eine Menge! Ich werde im Dezember hoffentlich feststellen, dass sich mein Stresspegel reduziert hat, meine Konzentration gestiegen ist und ich eine tiefe Verbindung zu mir selbst und anderen aufgebaut habe. Achtsame Entschleunigung ermöglicht es mir, das Leben bewusster zu erleben und in vollen Zügen zu genießen.

In einer Welt, die ständig in Eile zu sein scheint, ist das Streben nach Achtsamkeit und Entschleunigung wie eine Oase der Ruhe. Vielleicht hast du auch Lust, dieses Jahr mit einem Fokus auf bewusstes Leben und langsameres Tempo anzugehen. Dein zukünftiges Selbst wird es dir danken.

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4 Responses

  1. Marita sagt:

    Cooles Motto, könnte auch für mich passen. Ich finde, so ein Motto gibt einem eine Ausrichtung. Auch wenn man es im Alltag nicht immer im Blick hat.

    Liebe Grüße, Marita

  2. Sue Wohlheim sagt:

    Ich denke, dass dieses Thema ein sehr essenzielles in diesem Zeitgeschehen ist! Weniger ist bekanntlich mehr, sagt doch ein altes Sprichwort. Wir dürfen den Weg hin zur Entschleunigung und Achtsamkeit wieder lernen!
    Ja, das WorldWideWeb und diverse Social Media Plattformen sind ordentliche Zeitfresser, ich kenne das selbst und muss da auch oft den Timer stellen…
    Ein guter Plan, liebe Daniela und bleib mit ein paar tiefen Atemzüge zwischdurch dran!
    Herzliche Grüße Sue

    • Daniela sagt:

      Liebe Sue!
      Vielen Dank für deinen Kommentar, deine Gedanken dazu und die Motivation für mich! Ja, weniger ist oft mehr. Irgendwie verliere ich das immer wieder einmal aus den Augen 😉
      Alles Liebe, Dani

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