Monatsrückblick Oktober 2022: eine unfreiwillige Pause, die zum Nachdenken anregt

Nach dem sehr anspruchsvollen September ist der Oktober meist ein Monat, in dem der Alltag wieder seinen Weg geht. Der Stundenplan steht, das Bürokratische ist erledigt, die ersten Fortbildungen beginnen, der Unterricht läuft. Diesmal ist es anders gekommen, als ich es geplant habe.

Manchmal kommt es anders als man denkt

Der Oktober hat für mich schon einmal gut begonnen (Achtung: Sarkasmus). Auf dem allseits bekannten Test waren zwei Stricherl zu sehen. Zuerst dachte ich, dass es an meinen Augen liegen müsste. Da können doch unmöglich zwei Striche sein?! Tja, an den Augen lag es nicht. So fiel ich gleich einmal kurz nach Schulanfang für zwei Wochen aus.

Der September war sehr voll gepackt, mit lauter schönen Erlebnissen. Und plötzlich machte mein Leben eine Vollbremsung. Dramatisch sein kann ich, oder?! 😀 Ja, ich war krank, mehr aber nicht.

Aber warum mache ich es hier zum Thema? Wie gesagt, im Vormonat war einiges los. Es war schön, aber auch anstrengend. Zusätzlich kreisen in meinem Kopf sooo viele Ideen, die ich gerne umsetzen möchte. Und dann ist da auch noch die berufsbegleitende Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin. Und, und, und,… Ich glaube, du merkst es schon. Fokussieren ist für mich ein Fremdwort. Damit tue ich mir schwer. Und momentan tue ich mir auch damit schwer, einmal nichts zu tun. Dabei habe ich das immer gerne gemacht. Die zwei Wochen Krankenstand fühlten sich für mich an, als hätte jemand auf die Pause-Taste gedrückt. Mein Körper brauchte die Ruhe. Und ich merkte, dass auch mein Geist und meine Seele diese Auszeit brauchten.

Immer wieder ist das ein Thema in meinem Leben. Wie viel geht und ab wann ist es zu viel? Es war nicht zu viel. Aber diese Pause hat mich daran erinnert, wieder besser auf mich acht zu geben. Da fällt mir eines meiner liebsten Zitate ein:

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.

Astrid Lindgren

Meine Kreativität darf sich weiter entfalten

Von 16. – 21. Oktober fand der Online-Kurs „All about Joy“ von Verena Mayer-Kolbinger statt. Dieser Kurs war meine absolute Me-Time. Verena führte uns in ihre „magische Kreativitäts-Methode“ ein. Es ging nicht um das fertige Ergebnis, sondern um die Freude am Tun, am kreativen Sein. Für mich war es ein Spielen mit Farben und Formen.

Wie gesagt, es ging nicht um die fertigen Werke, und trotzdem war ich sehr erstaunt, was da entstehen durfte. Innerhalb kurzer Zeit sind 15 Bilder in der Größe A5 entstanden. Jedes sieht anders aus, so eine Vielfalt. Spannend waren auch die Werke der Kurskolleginnen. Ich war sehr beeindruckt, welche Künstlerinnen da teilgenommen haben.

Der Kurs hat mir Lust auf mehr gemacht. Ich möchte neue Techniken lernen, mit Farben experimentieren. Vor allem geht es mir um Kreativität im Alltag. Beim Zeichnen kann ich sehr gut abschalten. Es hat etwas Meditatives.

viele bunte Zeichnungen
Spielen mit Farben und Formen – mein inneres Kind ist überglücklich

Schon wieder Ferien – Gott sei Dank

Ja, ja, ich weiß… Wir LehrerInnen haben eh schon sooooo oft frei. Aber trotzdem war ich sehr dankbar, dass die Herbstferien anstanden. Seit dem Krankenstand begleitete mich eine unangenehme Müdigkeit. Mein Körper zeigte mir, dass er noch Erholung brauchte. Aus diesem Grund: Schon wieder Ferien – Gott sei Dank.

Ich habe die freie Zeit sehr genossen. Ohne Zeitdruck in den Tag zu starten, mag ich sehr: ein ausgiebiger Morgenspaziergang, ein gemütliches Frühstück und sich überraschen lassen, was der Tag so bringen wird.

Diesmal habe ich mich nach langer Zeit wieder einmal intensiver mit einem biblischen Text (Matthäus 5,3-10 die Seligpreisungen) auseinandergesetzt. In die Bibelexegese kann ich mich so richtig vertiefen. Ich vergesse die Zeit und merke nicht, was um mich geschieht (ja, man könnte die Wohnung leer räumen).

Warum ich mich so intensiv mit den Seligpreisungen beschäftigt habe? Ich durfte für die religionspädagogische Zeitschrift „Das Wort“ einen Artikel schreiben. Über die Anfrage habe ich mich sehr gefreut. Du kannst dir nicht vorstellen, was sich in meinem Kopf abspielte, als ich zusagte. „Du kannst das nicht! Du bist nicht gut genug!“ Das Übliche wieder einmal. Was tue ich oft in solchen Situationen? Bücher zu dem Thema bestellen. Weil wenn die Bücher im Bücherregal stehen, dann muss doch der Inhalt auch in meinem Kopf vorhanden sein (Achtung: schon wieder Sarkasmus). Sieben neue Bücher zum Thema Kinder- und Jugendtheologie zieren mein Regal, eines davon habe ich wirklich für den Artikel gebraucht. Tja, ich glaube, ich brauche nichts mehr dazu sagen…

aufgeschlagene Bibel
Viel zu selten vertiefe ich mich so intensiv in biblische Texte.

Die digitale Welt trifft auf die analoge Welt

Im Oktober fand für mich ein ganz besonderes Treffen statt. Über die „Boom Boom Blog“ Challenge von Judith Peters lernte ich die Künstlerin Sue Wohlheim kennen. Nein, eigentlich schon beim „Jahresrückblog“, aber so richtig in Kontakt sind wir über die vorhin genannte Challenge gekommen. Es entstand ein sehr vertrauensvoller Austausch per Sprachnachrichten und ab und zu auch über Zoom.

In den Herbstferien war es soweit, vom digitalen Kontakt wechselten wir auf eine analoge Begegnung. Es war ein ganz besonderer Tag. Ich glaube, wir könnten tagelang reden, reden, reden. Tja, und vor lauter Reden vergaßen wir auf ein Foto. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Ich freue mich schon sehr auf unsere nächste analoge Begegnung, und bis dahin nutzen wir die digitalen Plattformen für unseren Austausch.

Was im Oktober 2022 sonst noch los war

  • Ich bin in den Musen-Circle von Verena Mayer-Kolbinger eingestiegen. Die Kreativität darf einen festen Bestandteil in meinem Leben einnehmen. Und in Gemeinschaft ist es gleich noch viel schöner.
  • Die Online-Team-Meetings von meinem Network Marketing Business habe ich sehr genossen. Es besteht so eine vertrauensvolle und unterstützende Zusammenarbeit.
  • Nachdem mir bei der Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin nur noch ein paar wenige Module fehlen, die erst im Frühjahr stattfinden werden, habe ich einen Fernlehrgang zur Mental- und Kreativtrainerin begonnen. Die Inhalte helfen mir sehr, gut auf mich zu schauen, zu reflektieren und sie geben mir wertvolle Methoden an die Hand.

Was ich im Oktober 2022 gebloggt habe

Ausblick auf den November 2022

  • Verspätet beginne ich mit der ReligionslehrerInnen-Fortbildung „Krisenseelsorge im schulischen Bereich“.
  • Ein Zahnhygiene-Termin steht an. Ich habe sooooooooooo und noch viel mehr Angst vor ZahnärztInnen!!!! (Das musste ich hier loswerden 😀 )
  • Ein Adventmarktbesuch mit ganz lieben KollegInnen steht an.
  • Ich nehme an einer mehrtägigen ReligionslehrerInnen-Fortbildung in einem wunderschönen Hotel teil. Das ist immer ein Highlight im Schuljahr.
  • Ich werde endlich meine Network Marketing Mentorin live und in Farbe kennenlernen. Auf das freue ich mich schon sehr.

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6 Responses

  1. Sue Wohlheim sagt:

    Liebe Dani,
    Ich bin ganz angetan von Deinem Monat Oktober! Es ist so fantastisch, was Du hier alles erlebt hast und welche Ausbildungen du nun noch dazu gestartet hast – Mental- und kreativtrainerin! Unsere analoge Begegnung hat mir soviel bedeutet und ganz viel Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon, Dich wieder zu treffen! Ich wünsche Dir einen erfüllten November, der ja schon bald wieder die Mitte erreicht hat! Alles Liebe zu Dir, Sue

    • Daniela sagt:

      Liebe Sue,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Nachdem es zeitlich gut passt und es mich sehr interessiert habe ich mich zu den Ausbildungen angemeldet 🙂
      Ich freue mich auch schon sehr auf unser Treffen. Es sind so wertvolle Gespräche mit dir.
      Danke, auch dir noch einen wunderbaren November! Alles Liebe, Dani

  2. Marita sagt:

    Du schreibst sooooo wunderbar, liebe Daniela und für Deine Angst vorm Zahnarzt gibt es eine Lösung. Aber das nur am Rande. Ich hatte die Vollbremsung im Mai und sie war unglaublich wichtig. Also immer schön die Füße still halten, meine Liebe 😉 Ja, ich weiß, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, aber Du weißt, wie ich das meine.

    Ich freue mich, Dich live und in Farbe zu treffen. Leider musste ich meinen Friseurtermin zugunsten eines Notfalls opfern, aber das ist undramatisch 😉

    Gruß, Marita

    • Daniela sagt:

      Liebe Marita!
      Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Stimmt, für die Angst gibt es eine Lösung. Ich müsste es nur angehen… Danke für den Hinweis 🙂
      Wenn ich am Schreibtisch sitze, haben die Füße eh nichts zu tun 😉.
      Heute ist es soweit! Unser Treffen steht an. Ich freue mich (auch wenn sich der Frisörtermin nicht ausgegangen ist)!
      Also bis später, liebe Marita!

  3. Lidija sagt:

    Liebe Dani,
    trotz deiner Vollbremsung, hattest du einen doch spannenden Monat. Ich hoffe, dass es dir bald wieder so gut geht, wie vor dem Test mit den zwei Strichen. 😉
    Ich kenne das ja auch, wie du weißt, dass Pausen und gar Stillstand nicht so richtig meins sind. Manchmal muss das aber sein und der Körper fordert es oft drastisch ein.
    Mental- und Kreativtrainerin klingt sehr, sehr interessant! Ich bin wirklich gespannt, was du dazu berichten wirst.
    Ganz liebe Grüße
    Lidi

    • Daniela sagt:

      Liebe Lidi!
      Dankeschön für deinen Kommentar!
      Soweit geht es mir wieder gut und die Energie ist auch wieder da. Aber wie du geschrieben hast, manchmal brauchen wir so eine Bremsung.
      Ja, die Lehrgänge sind auch wirklich interessant. Gerne erzähle ich dir bei unserem nächsten Zoom-Treffen mehr.
      Alles Liebe bis dahin!

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